Der perfekte Lebenslauf

Wie sieht der perfekte Lebenslauf aus? Wir helfen typische Fehler zu vermeiden und verraten, wie ein Curriculum Vita zu gestalten ist. Mit dem richtigen Lebenslauf erhöhen sich die Chancen auf den Traumjob. Daher lohnt es sich mehr Zeit und Aufwand zu investieren, denn häufig ist der Lebenslauf das wichtigste Beurteilungskriterium für die Einladung zum Bewerbungsgespräch.

Der erste Eindruck zählt

Um eine gute Lesefreundlichkeit zu gewährleisten, ist es wichtig, den Lebenslauf strukturiert und übersichtlich zu gestalten. Nicht ganz einfach, wenn der Lebenslauf viele Daten enthält. Deshalb sollte man sich zuerst dem formalen Aufbau widmen, denn schon hier lassen sich viele Fehler vermeiden. Es ist äußerst wichtig, dass der Personaler alle wichtigen Fakten auf den ersten Blick erkennt. Der perfekte Lebenslauf sollte demnach mit den relevantesten und aktuellsten Positionen beginnen.

Heutzutage hat sich der tabellarische Lebenslauf als Standard durchgesetzt. Das ist auch gut so, denn der tabellarische Aufbau erleichtert die Erstellung des Lebenslaufs erheblich. Auf optische Spielereien sollte dringend verzichtet werden, denn dafür empfindet kein Personaler Wertschätzung. Sie sammeln Fakten und wollen Übersichtlichkeit herstellen – alle Ablenkungen stören da nur! Die Inhalte sollen kurz und prägnant zusammengefasst werden. Am linken Seitenrand sind die zeitlichen Angaben aufgelistet und rechts daneben die zugehörigen Fakten. 
 

Folgende Abschnitte gehören in den Lebenslauf:
 

  • Persönliche Daten
  • Ausbildung
  • Berufserfahrung
  • Weitere Qualifikationen
  • Berufsbezogene Interessen

 

Persönliche Daten

Alles, was Ihr potentieller Arbeitgeber zu Ihrer Person wissen muss gehört genau hier hin. Daher sind Name und Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail etc.) Muss-Angaben. Alle anderen Angaben wie Geburtsdatum, Familienstand und Konfession sind Kann-Angaben und müssen nach den neuen AGG-Richtlinien nicht angegeben werden, wenn sie keine Relevanz für die Stelle haben.

Ausbildung

In diesem Abschnitt geht es um den bereits beschrittenen Bildungsweg. Auch hier sind die aktuellsten Daten ganz oben zu nennen. Der höchste berufliche-, schulische- oder akademische Abschluss sollte demnach an erster Stelle stehen. Angaben von Schulabschlussnoten sind in keinem Fall erforderlich, können aber angeben werden, sofern Sie mit einer guten Note punkten konnten.

Berufserfahrung

Hier werden alle relevanten Tätigkeiten, die Sie bisher ausgeübt haben, stichpunktartig aufgelistet. Zusätzlich sollten Sie zur jeweiligen Position, die dazugehörigen Aufgabenschwerpunkte beschrieben werden.

Weitere Qualifikationen

Um dem Personaler ein vollständiges Bild Ihrer Kompetenzen zu vermitteln, sollten Sie Ihre Kenntnisse angeben. Belegen Sie diese, wenn möglich, mit erworbenen Zertifikaten. Verrennen Sie sich aber nicht durch möglichst viele Angaben zu Ihren Qualifikationen. Die richtige Auswahl Ihrer Kompetenzen ist hier entscheidend. Welche Kenntnisse sind für den Job von Bedeutung? Sobald Sie die relevanten Kenntnisse aufgelistet haben, sollte zusätzlich der jeweilige Kenntnisstand aufgeführt werden, wie beispielsweise „Basiswissen“.

Berufsbezogene Interessen

Zuletzt werden all die Dinge erwähnt, die dem Lebenslauf bisher nicht zu entnehmen waren, aber dennoch relevant für Ihren zukünftigen Arbeitsgeber sind. Wie z.B. Hobbies, Interessen und andere Tätigkeiten – falls möglich und sinnvoll, können Sie auch Ihre weiteren Tätigkeiten mit entsprechenden Zertifikaten belegen. Banale Tätigkeiten wie „Treffen mit Freunden“ sind unbedeutend und demnach nicht relevant. Oftmals wecken die Angaben zu Ihren Hobbies das Interesse des Personalers und heben Sie als Bewerber von anderen Kandidaten ab.

 

Typische Fehler, die Sie ab sofort vermeiden werden:
 

  • Unübersichtlicher Lebenslauf

Der Personaler muss auf den ersten Blick finden, wonach er sucht. Alle Informationen müssen daher logisch strukturiert sein.

  • Falsche Kontaktinformationen

Es wäre fatal, wenn der Personaler sie zum Bewerbungsgespräch einladen möchte, Sie aber aufgrund falscher oder sogar fehlender Kontaktdaten nicht erreichen kann.

  • Irrelevante Informationen

Wenn Sie irrelevante Informationen in den Lebenslauf schreiben, vermindern Sie den Wert der wirklich wichtigen Punkte. Unwichtig sind Angaben zur Grundschule, ein belangloser Nebenjob oder auch Hobbies, die nichts mit der Stelle zu tun haben.

  • Leichtsinnsfehler

Buchstabendreher und falsche Grammatik erwecken den Eindruck, dass Sie nicht sorgfältig arbeiten. Seien Sie konzentriert, wenn Sie Ihren Lebenslauf schreiben. Geben Sie Ihren Lebenslauf auch immer mindestens einer weiteren Person zum Korrekturlesen. Vier Augen sehen schließlich mehr als zwei.

  • Lücken im Lebenslauf

Lücken im Lebenslauf können schnell entstehen: durch längere Krankheiten, freiwillige Auszeiten, Reisen, Arbeitslosigkeit usw. Jedoch können Lücken für Fragezeichen bei den Personalern sorgen. Füllen Sie die Lücken daher mit glaubhaften Fakten und vor allem seien Sie dabei ehrlich. Sind Sie unverschuldet arbeitslos geworden, weil das Unternehmen z.B. insolvent ist, dann schreiben Sie das auch so. Zeigen Sie, dass Sie während Ihrer Arbeitslosigkeit nicht untätig waren. Umschulungen, Fortbildungen, Sprachnachweise und ehrenamtliche Tätigkeiten überzeugen Personaler davon, dass Sie wirklich gewillt sind zu arbeiten.

  • Der Lebenslauf enthält Lügen

Falsche Angaben fallen schon beim Lesen des Lebenslaufs auf – schließlich kennen HR-Profis alle gängigen Tricks, den Lebenslauf zu "frisieren". Spätestens im Bewerbungsgespräch fliegen Sie bei gezielten Nachfragen auf.

 

Last-Minute Checkliste:

  • Lebenslauf tabellarisch anlegen und sich auf das Wesentliche begrenzen.
     
  • Layout schlicht halten. Es soll den Lebenslauf unterstützen und nicht vom Inhalt ablenken.
     
  • Einheitliche Schriftart und Größe (9-12pt) verleihen einen ordentlichen Eindruck.
     
  • Nichtmehr als 2 Schriftarten und Farben nutzen.
     
  • Lebenslauf sollte nicht länger als zwei Seiten sein.
     
  • Professionelles Bild hinterlässt guten Eindruck.
     
  • Lebenslauf am Ende nochmal auf Rechtschreibfehler überprüfen. 
     
  • Unterschrift nicht vergessen.